Lob für vorbildliche Zusammenarbeit in Bohmte

Hoher Besuch im Willkommensbüro

Im Willkommensbüro Bohmte: Staatssekretär Günter Krings (sitzend), die Vertreter der drei Altkreis-Gemeinden sowie das Mitarbeiterquartett des Büros (von rechts) Manfred Lindemann, Silke Schramm, Wiebke Uhlmannsiek, und Julia Moor.Foto: Karin Kemper
Im Willkommensbüro Bohmte: Staatssekretär Günter Krings (sitzend), die Vertreter der drei Altkreis-Gemeinden sowie das Mitarbeiterquartett des Büros (von rechts) Manfred Lindemann, Silke Schramm, Wiebke Uhlmannsiek, und Julia Moor.Foto: Karin Kemper
Beeindruckt vom funktionierenden Miteinander der drei Kommunen des Altkreises Wittlage im Willkommensbüro an der Bremer Straße zeigte sich Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium, bei einem Besuch in Bohmte.

Das Angebot des Parlamentarischen Staatssekretärs, ob er Hausaufgaben mit nach Berlin nehmen könnte, nutzten die Bürgermeister aus Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln sofort. Es ging um die Problematik, dass die Zuweisung der Asylbewerber gemeindescharf erfolgt. Klaus Goedejohann (Bohmte) sagte: „Es wäre gut, wenn ein Tausch möglich wäre.“ Rainer Ellermann (Ostercappeln) ergänzte: „Wir geben das als gemeinsamen Wunsch mit.“ Krings verwies darauf, dass die Zuweisung Landessache sei. Er fügte hinzu: „Ich sehe keinen Grund, warum ein Austausch nicht möglich sein sollte, wenn beide Kommunen sich einig sind.“

Nachahmungswürdig

Entstanden ist das Willkommensbüro in Bohmte als Reaktion auf die hohe Zahl von Flüchtlingen, die im Herbst 2015 über die Erstaufnahmeeinrichtung in Hesepe den Kommunen zugewiesen wurden. André Berghegger (Bundestagsabgeordneter) meinte: „Im Altkreis Wittlage wird eng kooperiert, obwohl es den Kreis gar nicht mehr gibt.“ Die große Herausforderung führte dazu, dass sich die drei Gemeinden unterhakten und sich gemeinsam um Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge (aktuell leben 380 in Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln, davon sind neun im laufenden Jahr zugewiesen worden) kümmerten. Krings: „Das ist nachahmungswürdig.“ Die vier Mitarbeiter des Büros in Bohmte sind nicht nur für die Bearbeitung der Leistungsanträge zuständig, sondern auch für Unterbringung, Sozialarbeit und Wohnungsmanagement.

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